
Narea Son
In der Spielzeit 2026/27 ist die koreanische Sopranistin Narea Son an der Hamburgischen Staatsoper, deren festem Ensemble sie seit 2019 angehört, als Musetta (La bohème), Oscar (Un ballo in maschera), Jemmy in Tobias Kratzers Produktion von Rossinis Guillaume Tell sowie als Biggi in der Uraufführung von Gordon Kampes Störtebeker zu erleben. Darüber hinaus kehrt sie als Clorinda (La Cenerentola) an die Bayerische Staatsoper zurück und singt die Titelpartie der Luisa (Luisa Miller) im Seoul Arts Center mit dem Seoul Philharmonic Orchestra.
In den vergangenen Spielzeiten verkörperte Narea Son an der Hamburgischen Staatsoper zahlreiche Partien, darunter die Titelpartie in Luisa Miller, Donna Anna (Don Giovanni), Micaëla (Carmen), Nannetta (Falstaff), Gretel (Hänsel und Gretel), Ännchen (Der Freischütz), Norina (Don Pasquale), Marzelline (Fidelio), Susanna (Le nozze di Figaro), Lauretta (Il trittico), Despina (Così fan tutte), Soeur Constance (Dialogues des Carmélites), Blonde (Die Entführung aus dem Serail), Adele (Die Fledermaus), und Oberto (Alcina). Darüber hinaus war sie als Das lichte Mädchen in der Uraufführung von Unsuk Chins Die dunkle Seite des Mondes, als Katze Ivanka in der gleichnamigen Uraufführung, sowie Martha, Sorge und Sopran-Solo in Schumanns Szenen aus Goethes Faust an der Seite von Christian Gerhaher zu erleben.
An der Hamburgischen Staatsoper arbeitete Narea Son mit renommierten Dirigenten wie Kent Nagano, Ádám Fischer, Massimo Zanetti, Riccardo Minasi, Giampaolo Bisanti, Antonino Fogliani und Alexander Joel sowie mit bedeutenden Regisseuren wie Achim Freyer und Calixto Bieito zusammen und erweitert durch diese vielseitigen künstlerischen Begegnungen kontinuierlich ihr musikalisches und darstellerisches Spektrum.
Auch auf internationalen Bühnen in Asien war Narea Son mehrfach zu Gast. An der Korea National Opera in Seoul gab sie ihr Hausdebüt als Susanna in Mozarts Le nozze di Figaro. Weitere Engagements führten sie als Zerlina (Don Giovanni) an die Seoul Metropolitan Opera, als Pamina in Erzittre, feiger Bösewicht!, einer Neufassung der Zauberflöte von Johannes Harneit, an das Grand Theatre Shanghai sowie als Micaëla (Carmen) an das Poly Theater in Shenzhen und Xi’an.
2022 sang Narea Son Dafne in der konzertanten Aufführung von Tomaso Albinonis Il Nascimento dell’aurora beim Bayreuth Baroque Opera Festival. 2023 erschien zudem die Barockoper-Aufnahme Polifemo bei Parnassus Arts Productions, in der sie als Nerea zu hören ist.
Im Jahr 2022 gewann Narea Son den 1. Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb „Die Meistersinger von Nürnberg“.
Narea Son absolvierte ihren Masterstudiengang sowie das Konzertexamen im Fach Oper an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Sie war Stipendiatin der Hermann-und-Milena-Stiftung, der Körber-Stiftung sowie der Oscar-und-Vera-Ritter-Stiftung.
Weitere künstlerische Impulse erhielt sie in Meisterkursen bei Edita Gruberová, Cheryl Studer, Mariella Devia, Bruna Baglioni, Edda Moser und Brigitte Fassbaender. Darüber hinaus nahm sie an einer Masterclass mit Joyce DiDonato in der Carnegie Hall in New York teil, die von ARTE live übertragen wurde.